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Die Zukunft ernten

Böden sind eine wichtige Grundlage für die Landwirtschaft. Angesichts klimatischer Veränderungen und der Belastung vieler Böden braucht die Landwirtschaft tragfähige Lösungen. Einige Obstbauern der Augustin-Gruppe setzen ergänzend zum Bio- und Demeter-Anbau Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft um. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Humusgehalt und die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu fördern.

Humushaltige Böden können Wasser speichern und die Bodenstruktur unterstützen. Dadurch kann auch die Auswaschung von Nährstoffen verringert werden.

Humus kann außerdem Kohlenstoff im Boden binden. Wie hoch dieser Effekt ausfällt, hängt unter anderem von Standort, Bodenart, Bewirtschaftung, Ausgangswert und Messmethode ab.

Die Denkweise ist, den Boden als eigenen Organismus zu verstehen, den es genau wie den eigenen Körper gesund zu halten gilt. Die Obstbauern wollen so Resilienz gegenüber äußeren Umweltfaktoren schaffen, um die Grundlagen für den Obstbau kommender Generationen zu erhalten.

Schaut im Video, welche Maßnahmen und welches biologische Zusammenspiel zum Humusaufbau beitragen können!

ZUM WEITERLESEN

„Humus kann Wasser und Nährstoffe für Pflanzen speichern, eine günstige Bodenstruktur unterstützen und zur biologischen Aktivität im Boden beitragen. Der Humusgehalt ist ein wichtiger langfristiger Indikator für die Bodenfruchtbarkeit. Darüber hinaus kann Humus Kohlenstoff im Boden binden.“

Begriffserklärung

Bedarfsdüngung

Die Bedarfsdüngung orientiert sich an Pflanzenanalysen: Über den Zuckergehalt des Blattsaftes lässt sich die Photosynthese-Aktivität der Pflanzen einschätzen. Liegt sie zu niedrig, können Spritzungen mit Komposttee durchgeführt werden. Die Wirkung wird im jeweiligen Betrieb beobachtet und bewertet.

Bodenfruchtbarkeit

Ein fruchtbarer Boden ermöglicht und fördert das Pflanzenwachstum, lässt sich leicht durchwurzeln, bietet den Pflanzen Halt und versorgt sie über ihre Wurzeln mit Wasser, Luft und Nährstoffen. Die Bodenfruchtbarkeit hängt von verschiedenen Bodeneigenschaften ab, wie zum Beispiel von der Zusammensetzung des Bodens, dem Gehalt an Humus und dem pH-Wert des Bodenwassers.

Bodenstoffwechsel

Die Bodenlebewesen verstoffwechseln ständig abgestorbene Pflanzenreste und Stoffe, die von den wachsenden Pflanzen über die Wurzeln abgegeben werden. Regenwürmer transportieren beispielsweise Laub in den Boden, das Bakterien und Pilze dann zersetzen. Das Resultat sind Humusbildung und eine effiziente Nährstofffreisetzung. Dafür muss der Boden ständig bewachsen sein, um die Bodenlebewesen mit Futter versorgen zu können.

Nährstoffgleichgewicht

Die landläufige Meinung ist, dass dem Boden nur etwas hinzugefügt werden muss, wenn es fehlt. Ist das nicht zu kurz gedacht? Die Augustin-Obstbauern haben erkannt, dass alle Elemente in einem gesunden Boden im Wechselspiel miteinander stehen und durch Symbiosen Neues erschaffen können. Daher müssen die Verhältnisse der Nährstoffe zueinander berücksichtigt werden und nicht nur die Mengen. Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium sollen beispielsweise in einem Verhältnis von 68:12:5:1 stehen.

Mikroorganismen

Die Augustin-Obstbauern düngen nicht die Bäume, sondern nähren die Bodenlebewesen. In einer Handvoll guten Boden leben mehr als sieben Milliarden Mikroorganismen, die den Pflanzen die Nährstoffe im Tausch gegen Zucker aus der Photosynthese zur Verfügung stellen.

Bio Augustin Siegel

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