Kompostpräparate

Kompostpräparate

Die Präparatearbeit ist für Außenstehende vermutlich das größte Mysterium der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Der Einsatz der Präparate hat sich seit den Anfängen von Demeter etabliert und basiert auf einer umfassenden Theorie des Begründers Rudolf Steiner. Für Demeter-Betriebe ist sie in den Verbandsrichtlinien fest verankert und verpflichtend.

 

Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Präparate seien eine Form der biologischen Düngung, tatsächlich geht es aber um die Harmonisierung der Böden. Es werden dem Boden keine Stoffe hinzugefügt, die ihm fehlen, sondern Impulse gegeben, den Stoffwechsel zu aktivieren.

 

Nach Steiner sorgen sie für Ausgleich – wo etwas zu viel ist, wird es weniger, wo etwas zu schwach ist, wird es stärker. Präparate wirken also nicht stofflich, sondern energetisch, als Mittler zwischen Kosmos und Erde.

Das mag für viele noch immer sehr abstrakt klingen, aber wir sehen, fühlen und riechen den Unterschied in unseren Böden. Sie sind krümelig und dunkel, fein und weich, riechen erdig und rein. In Verbindung mit einer schonenden Bodenbearbeitung bieten sie optimale Voraussetzungen, nahrhafte und schmackhafte Früchte hervorzubringen, Kleinstlebewesen einen Lebensraum zu schenken oder Kohlenstoffdioxid zu binden. Dies sind nicht nur unsere subjektiven Beobachtungen, sondern wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Hier gibt es eine Zusammenfassung zu lesen.

Neben den Spitzpräparaten Hornkiesel und Hornmist werden Kompostpräparate regelmäßig auf unseren Flächen eingesetzt. Die Zeit nach der Ernte haben wir genutzt, den Kompost mit den im Frühjahr hergestellten Präparaten zu verfeinern. Während ihrer Reifezeit im Boden nahmen sie kosmische Kräfte auf und entfalteten ihre volle energetische Kraft. Im Kompost regen sie nun die Umsetzungsprozesse an. Zu ihnen gehören die Heilpflanzen Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde, Löwenzahn und Baldrian. Näheres zur spezifischen Wirkung der einzelnen Präparate wird hier sehr gut erläutert.

Ablauf

Zunächst werden 2 g trockenes Präparat einzeln in Hornmist zu walnussgroßen Kugeln geformt, da sie sich in diesem Milieu später am besten entfalten können.

Anschließend geht es raus zum Komposthaufen. Hier werden Löcher bis zu 2/3 tief in den Haufen gestochen, im Wechsel nach einem bestimmten System jeweils eine Präparatekugel hineingegeben, Baldrianwasser zum Anfeuchten dazugegeben und anschließend mit Kompost wieder verfüllt.

Nun finden über den Winter die Umwandlungsprozesse statt, bis wir ihn im Frühjahr ausbringen werden.

 

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