Archiv des Autors: Gesche Quast

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst verkaufen, werden eingelagert. Viele Sorten lassen sich ganz problemlos lagern, andere wiederum neigen dazu Fäulnis zu entwickeln. Meist befinden sich die unsichtbaren Pilzsporen schon bei der Einlagerung auf der Frucht Aber erst in den Lägern, in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, haben die Pilzsporen optimale Bedingungen, um eine Fäulnis hervorzurufen. So können in manchen Partien bis zu 30 % der Äpfel nach der Lagerung von Fäulnis betroffen sein.

 

Eine wirksame Methode gegen Lagerfäulen ist das Heißwassertauchen, bei der die Äpfel für kurze Zeit in heißes Wasser getaucht werden.

Was da physiologisch passiert, weiß man auch noch nicht, aber man glaubt, dass die Äpfel durch die kurze Hitzeeinwirkung Abwehrstoffe bilden, die es den Pilzen erschwert zu infizieren. Bei Augustin werden knapp ein Viertel der Äpfel vor der Einlagerung getaucht. Das sind vor allem Sorten, die besonders anfällig für Lagerfäulen sind, wie zum Beispiel Elstar, Pinova oder Wellant. Je nach Sorte werden sie für 20-30 Sekunden in 56-58 °C heißes Wasser getaucht. In diesem engen Bereich hat man einerseits einen hohen Wirkungsgrad, andererseits aber nicht die Gefahr von Hitzeschäden. Das Resultat ist etwa 80 % weniger Fäulnis nach der Lagerung!

Schon vor hundert Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass kurzes Tauchen der Äpfel in heißes Wasser eine Fäulnis verhindern kann. Dieser Ansatz wurde aber nicht weiter nachverfolgt, als man ab den 1950er Jahren Pflanzenschutzmittel zur Verfügung hatte, die den Pilzbefall massiv reduzierten. Die Entstehung von Resistenzen und die immer größer werdende Bedeutung des Öko-Anbaus, in dem die entsprechenden Wirkstoffe nicht eingesetzt werden, führten dann dazu, dass seit der Jahrtausendwende wieder an alternativen Maßnahmen geforscht wird und das offensichtlich sehr erfolgreich.

Erntefazit

In diesen Tagen fahren die letzten Erntezüge aus den Höfen der Augustin-Obstbauern und markieren damit das Ende der Ernte. Bei meist schönstem Erntewetter konnte eine durchschnittliche Menge Äpfel eingefahren werden, deren äußere Qualität diese Saison nicht ganz so gut ist, wie gewohnt. Der nasse Sommer hat es dem Schorfpilz leicht gemacht zu infizieren und so haben viele Äpfel kleine schwarze Punkte auf der Schale. Diese können aber bedenkenlos mitgegessen werden.

Auf den Bildern seht ihr Dirk Feldmann, der gerade dabei ist Pinova zu ernten.

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im September wurden vor allem Santana, Elstar oder Holsteiner Cox geerntet, zum Monatswechsel ging es dann weiter mit den Sorten aus der Jonagold-Gruppe, Boskoop, Topaz und Wellant bis die Ernte Ende Oktober mit Natyra beendet wird. Noch etwa zwei bis drei Wochen, dann ist der größte Erntestress auf den Höfen der Augustin-Obstbauern vorbei.

Bei der Ernte unterscheiden wir zwischen Genuss- und Lagerreife. Alle Äpfel, die in einem unserer gasdichten Räume gelagert werden sollen, werden ein paar Tage eher geerntet, als die Äpfel, die direkt in euren Bioladen gelangen. Im Lager reifen sie noch ein wenig nach und entwickeln dort erst ihr volles Aroma.

Unsere Äpfel können wir deswegen so lange anbieten, weil wir in den gasdichten Räumen die Atmosphäre selber einstellen können. Eine geringe Temperatur, hohe Luftfeuchtigkeit und ein Sauerstoffgehalt von nur etwa 1 % lassen die Früchte in eine Art Winterschlaf fallen und ihren Alterungsprozess verlangsamen.

Alle bereits genussreifen Äpfel werden bei Augustin direkt nach der Ernte sortiert und abgepackt. In großen Holzkisten werden die Äpfel von den Augustin-Obstbauern angeliefert, bei Bedarf kurz kühl gestellt und anschließend zur Sortiermaschine gefahren. Dort wird dann jede Kiste einzeln in ein Wasserbad getaucht, damit die Äpfel schonend aus den Kisten gelangen.

Von da aus geht es durch das Wasserbad, vorbei am Trockner zur Sortiermaschine. Die Sortiermaschine vermisst die Äpfel und verteilt sie nach unseren Einstellungen auf den Packbändern. Dort stehen unsere Mitarbeiter, die die Endkontrolle vornehmen, schadhafte und schlecht ausgefärbte Äpfel aussortieren, und dann verpackt werden. Übrigens – kein genießbarer Apfel geht bei uns verloren: Die aussortierten Äpfel werden dann beispielsweise zu leckeren Apfelsaft oder Fruchtmus verarbeitet.

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Betriebsbegehungen

Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es wird über Ausdünnung, Erntemanagement, Kulturpflege und Apfelqualitäten gesprochen.

Auch Probleme werden besprochen: „Warum fehlt es ausgerechnet in diesem Jahr meinen Bäumen an Wachstum?“, stellte letzte Woche einer die Frage. In der Gruppe wurde erörtert, was der Grund sein kann. Die Antwort: der Bodenaustausch, zwei Baumgenerationen zuvor, also etwa 40 Jahre. Die Lösung: weiter mit der regenerativen Landwirtschaft arbeiten und mit effektiven Mikroorganismen den Boden und die Pflanze gesunden lassen.

 

Das sind für alle von uns wertvolle Treffen mit sehr viel Austausch!

 

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Bäume pflanzen im Juni

Bäume pflanzen

Seit letzter Woche werden in einigen Augustin-Höfen Bäume gepflanzt, wie hier bei Familie Mählmann. Ungewöhnlich spät, denn normalerweise pflanzen wir, wenn die Vegetation noch ruht, denn das bedeutet weniger Stress für die Bäume. Durch das regnerische Wetter musste das Pflanzen aber immer weiter Richtung Sommer verschoben werden.

Die Bäume lagen zuvor mehrere Monate in einem kühlen und komplett abgedunkelten Lager, in dem sie klimatischen Bedingungen wie im Januar ausgesetzt waren. Dadurch wurden sie in eine Art Winterschlaf versetzt und trieben nicht aus.

Kommen die Wurzeln nun in Kontakt mit dem feuchten, weichen und warmen Boden, sind für den Baum optimale Bedingungen geschaffen, um in den kommenden Jahrzehnten leckere und gesunde Äpfel zu gedeihen.

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Demeter-Bienen

Bienen

Bienen und Hummeln sind für den Obstanbau essentiell, denn niemand sonst kann so effizient Pollen auf den Obstblüten verteilen. Aber die wenigsten Obstbauern imkern selbst. Stattdessen stellen zur Blüte viele Hobby- und Berufsimker ihre Völker in den Obstanlagen auf und ziehen nach der Apfelblüte in den dann blühenden Raps weiter - ein Arrangement, von dem alle profitieren.

Susanne Clever ist es wichtig Tiere auf ihrem Betrieb zu halten und so zogen im Frühjahr die ersten Bienenvölker in den Hof der Familie. Als Neuling in der Imkerei hält sie ihre Bienen in diesem Jahr noch konventionell und wird im kommenden Jahr auf Demeter umstellen.

Der wesentliche Unterschied zwischen der Demeter-Imkerei und der üblichen Imkerei ist, dass sie sich dem Lebensrhythmus der Bienen völlig unterordnet.

Auf den Bildern seht ihr die grün lasierten Bienenkästen, mit denen Susanne Clever in diesem Jahr die konventionelle Bienenhaltung kennenlernt. Im nächsten Jahr stellt sie diese dann auf Demeter um, wofür sich einiges bei ihr ändern wird:

🐝 Bienen vermehren sich ursprünglich über den Bienenschwarm. Durch Züchtungen wurde der Schwarmtrieb unterdrückt, um den Honigertrag zu maximieren. In Demeter-Imkereien dürfen die Bienen ihren Schwarmtrieb ausleben und werden auch nur so vermehrt.

🐝 Demeter-Bienen bauen ihre Waben selbst und sorgen so für ein harmonisches Verhältnis zwischen Arbeiterinnen und den männlichen Bienen, den Drohnen.

🐝 Demeter-Imkereien nutzen ausschließlich natürliche Materialien für den Bienenkasten, der sogenannten Beute.

🐝 Die Königin darf sich in der Demeter-Beute frei zwischen dem unten liegenden Brut- und dem darüber liegenden Honigraum bewegen. Das kann die Honigernte erschweren, da die Honigwaben nur entnommen werden, wenn die Königin keine Eier darin abgelegt hat. Dafür können die Bienen sich hier aber wesensgerecht entfalten.

 

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

April, April, macht was er will

April, April, macht was er will

Der April macht seinem Ruf alle Ehre und schenkt uns an manchen Tagen schon fast sommerliche Temperaturen, an anderen wiederum Schnee und Frost. Das Alte Land liegt unter Normalnull, sodass wir hier bis Mitte Mai mit Spätfrösten rechnen müssen. Derzeit geht es mit großen Schritten auf die Blüte zu. Je weiter die Entwicklung der Blütenknospen voranschreitet, desto frostempfindlicher werden sie und das bedeutet in frühen Jahren wie diesem eine längere Periode, in der die kommende Ernte erfrieren kann. Und das wäre fatal.

Damit die Blüten in kalten Nächten nicht erfrieren, nutzen die Obstbauern eine Frostschutzberegnung, die die Blüten bei Temperaturen bis -7 °C schützen kann. Dabei machen wir uns ein ganz einfaches physikalisches Prinzip zu Nutze: Wenn Wasser gefriert, wird Erstarrungswärme frei.

 

Wenn also in Frostnächten permanent ein feiner Wassernebel auf die Blüten fällt, gefriert und ein Eispanzer um die Blüte bildet, herrscht in dem Panzer eine Temperatur knapp über 0 °C  und schützt damit die Blüte. Das Wasser dafür können wir aus der Elbe über eine Vielzahl von Gräben und Kanälen in extra dafür in den Höfen angelegte Staubecken pumpen.

 

Der ein oder andere wird sich nun vielleicht fragen, warum nicht prophylaktisch beregnet wird. Der Einsatz der Frostschutzberegnung ist eine Gratwanderung: Pro Stunde und Hektar werden etwa 38.000 Liter Wasser ausgebracht, die unser Marschboden wie ein Schwamm für eine Weile gut aufnehmen kann. Jedoch ist auch der nach ein paar Nächten gesättigt. Der  Lebensraum der Bodenlebewesen wäre dann zerstört. Auch erleichtert man Schadpilzen die Infektion, wenn man ihnen ein feuchtes Milieu zur Verfügung stellt. Deshalb muss Nacht für Nacht gründlich abgewägt werden, ob beregnet wird, oder nicht.

 

 

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Winterschnitt

Winterschnitt

Weihnachten ist vorbei und das neue Jahr wurde eingeläutet - Zeit sich auf die neue Saison im Obsthof vorzubereiten. Maschinen müssen repariert werden und der Obstbaumschnitt steht an. Ganz besonders zur Ernte wurden viele Trecker und Anhänger intensiv genutzt, sodass nun einige Reparaturarbeiten gemacht werden müssen, um gut für die kommende Saison gerüstet zu sein.

Unsere Obstanlagen werden zwei Mal im Jahr geschnitten: einmal in den Wintermonaten und erneut im August. Der Sommerschnitt dient dazu, die Äpfel von überflüssigen Zweigen frei zu schneiden, damit diese mehr Licht abbekommen und ihnen mehr Nährstoffe zur Verfügung stehen. Der Winterschnitt dient der Baumformierung.

Abhängig von der Sorte und ihren Wuchseigenschaften wird jeder Baum individuell von Hand geschnitten.

Ein geübtes Auge erkennt schon im Winter, was Blüten- oder Blattknospen sind, an welchen Stellen des Baumes Äpfel guter Qualität wachsen würden und wie das Gerüst des Baumes aussehen muss, um einen hohen Ertrag zu erzielen. Entsprechend wird der Baum dann geschnitten.

Aber warum schneidet man im Winter? Der Schnitt in der kalten Jahreszeit hat den Vorteil, dass der Baum in Ruhe ist. Wäre er es nicht, ist die Gefahr groß, dass er nach dem Schnitt austreiben würde. Im Sommer geht man dieses Risiko erst dann ein, wenn das Wachstum der Triebe abgeschlossen ist. Dies ist meist im August der Fall, ab dem Zeitpunkt konzentriert sich der Baum ganz auf das Wachstum seiner Früchte. Um einen Hektar (das entspricht etwa 2700 Bäume) zu schneiden, benötigt man, abhängig von Sorte und Alter der Anlage, etwa 30-60 Arbeitsstunden. Wochenlange Arbeit, die viel Fachwissen erfordert, aber die Grundlage unseres weiteren Wirtschaftens bildet.

 

 

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Nass, nasser, Marschboden

Nass, nasser, Marschboden

Die letzten Wochen waren vor allem eins: Grau, nass und windig. So viel Regen wie in den letzten vier Wochen hatten wir im Februar nur selten. Knapp 150 Liter je Quadratmeter sind hier im Februar gefallen – drei Mal so viel wie im langjährigen Mittel. Überall, wo kein Bewuchs ist, schmatzt der Boden und mit jedem Schritt wird die klebrige Erde an den Gummistiefeln schwerer. Das ist typisch für den Marschboden, auf dem wir hier wirtschaften.

 

Bis holländische Siedler das Alte Land ab dem 12. Jahrhundert eindeichten, wurde das Land mit den Gezeiten immer wieder überschwemmt. Daher und weil wir nur knapp über dem Meeresspiegel liegen, ist unser Boden von Natur aus nass.

 

Jeder, der hier Landwirtschaft betreiben und leben möchte, muss das Land daher ständig entwässern. Damals wurde das mittels Gräben bewerkstelligt, die das Alte Land noch immer prägen. Heute geschieht das Entwässern mit Drainagen.

Das sind Rohre mit feinen Löchern, die in etwa einem Meter Tiefe in einem Abstand von 5-10 m über das gesamte Stück Land vergraben werden. Auf den Bildern der nächsten Seite wird die Drainage gerade neu verlegt. Das Wasser sickert dann durch die Erde in die Rohre und wird in den nächsten Schacht oder Graben abgeleitet. Von da aus landet das Wasser letztendlich in der Elbe.

Ohne Drainage hätten wir einen dermaßen hohen Wasserstand, dass tiefer gehende Wurzeln wegen Luftmangels absterben würden. In heißen Sommern wie wir sie die letzten Jahre hatten, wäre das fatal, da die obere Bodenschicht am schnellsten austrocknet. So dient die Drainage nicht nur der Entwässerung, sondern auch als Schutz vor Austrocknung.

 

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Umstellungsware

Umstellungsware

Es kommt immer mal wieder vor, dass einer der Obstbauern von Bio-Obst Augustin Obstanlagen von konventionell wirtschaftenden Kollegen übernimmt oder ein Betrieb komplett auf den Öko-Anbau umstellt. Bis zum zertifizierten Bioapfel durchlaufen die Bäume und der Boden eine insgesamt dreijährige Umstellungszeit. In dieser Phase wird die umzustellende Fläche wie der Rest des Hofes konsequent nach Demeter-Richtlinien gepflegt und bewirtschaftet. Im ersten Jahr werden die Äpfel als konventionelle Ware verkauft. In den zwei Jahren darauf bieten wir die Äpfel bis zur Zertifizierung als „Umstellungsware“ an. Oftmals findet Umstellungsware auch im Naturkostfachhandel keine große Nachfrage.

Uns ist wichtig, dass wir unsere Umsteller mit sämtlichen Bioobstbau-Know-How unterstützen und dass ihre Ernte in Kanäle vermarktet wird, wo sie nicht in ein konventionelles System fließt.

 

Als Umsteller hat man es meist nicht leicht: Oftmals hat man im integrierten Anbau wenig Gewinne gemacht, während man durch die Umstellung erstmal hohe Investitionen stemmen mus. Mann plötzlich einen höheren Personaleinsatz, aber nicht mehr die hohen Erntemengen wie bisher. Wir alle möchten möglichst viel Bioanbau in Deutschland, auf der Welt, haben. Dies sollte unser aller Ziel sein. Ohne Umsteller können wir dieses Ziel nicht erreichen.

In Dirk und Steffi Feldmann haben ihren Betrieb in Hamburg-Francop 2018 auf den Demeter-Anbau umgestellt und gehören seit letztem Jahr zur Augustin-Gemeinschaft. Aber auch andere Obstbauern aus der Augustin-Gruppe haben in den letzten Jahren neue Flächen auf den Öko-Anbau umgestellt, sodass wir nahezu jedes Jahr mal kleinere, mal größere Menge Umstellungsware bei uns im Sortiment haben.

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter

Apfelernte

Apfelernte 2020

Der September meinte es gut mit den Augustin-Obstbauern, denn wir hatten die vergangenen Wochen herrliches Erntewetter. Einstellige Temperaturen tauchten die Obstanlagen früh morgens in Nebel und tagsüber verwöhnte uns die Sonne bei Temperaturen von mehr als 20 °C. Es macht nicht nur Freude so zu ernten, die große Temperaturdifferenz von Tag zu Nacht erfüllt auch einen wichtigen Nutzen: Sie sorgt für die rote Ausfärbung der Äpfel.

Aber nicht nur mit der Ausfärbung sind wir sehr zufrieden. Bei den meisten Partien stimmt die Fruchtqualität und es gibt weniger Ausfall als in den letzten Jahren.

Ausnahmen bilden die Äpfel, die im Juni von Hagel getroffen wurden. Deren Hagelschäden sind aber sehr gut verheilt und können problemlos mitgegessen werden. Nach und nach reifen nun alle Sorten aus und warten darauf von den Pflückern vorsichtig in die Erntekisten gelegt zu werden. Im September werden vor allem Santana, Elstar oder Holsteiner Cox geerntet, zum Monatswechsel geht es dann weiter mit den Sorten aus der Jonagold-Gruppe, Boskoop, Topaz und Wellant bis die Ernte meist Ende Oktober mit Natyra beendet wird. Noch etwa zwei Wochen, dann ist der größte Erntestress auf den Höfen der Augustin-Obstbauern vorbei.

In vielerlei Hinsicht ist das Jahr 2020 besonders und macht auch vor der Apfelernte keinen Halt: Es zeichnet sich so ab, dass in diesem Jahr die frühen Sorten später erntereif sind und die späten Sorten eher reifen. Diese Entwicklung stellt alle Obstbauern vor eine große Herausforderung, denn die Ernte, die Einlagerung und der Verkauf muss mit vielen Erntehelfern unter Infektionsschutzbedingen gemanagt werden.

Weitere Posts

Weitere Artikel

Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst
Weiter
Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im
Weiter
Was ist los in den Augustin-Höfen?

Was ist los in den Augustin-Höfen?

Aktuelles, Apfel-Zyklen
Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es
Weiter