Archiv des Autors: Gesche Quast

Apfelsorten im Mai, Juni und Juli

 

Während im Frühsommer die neue Ernte an den Bäumen der Obstbauern bei Bio-Obst Augustin heranwächst und gehegt und gepflegt wird, verkaufen wir noch die Ernte aus dem Vorjahr.

Aber warum gibt es im Frühsommer so oft nur noch Jonagold, Jonagored, Marnica und Red Jonaprince bei Augustin im Angebot?

Die Antwort darauf steckt in der Physiologie der verschiedenen Apfelsorten. Nicht jede Apfelsorte hat ein so gutes Lagerverhalten im Langzeitlager. Ein Holsteiner Cox zum Beispiel würde bei einer Lagerung bis Mai seine Säure und Festigkeit komplett abbauen. Oft entwickeln die Früchte auch Fruchtfleischbräune. Von außen sehen sie dann gut aus, von innen sind sie braun. Die Sorten Jonagold, Jonagored, Marnica und Red Jonaprince lassen sich sehr gut lagern. Da andere Sorten bis Mai verkauft und gegessen sein müssen, bieten wir diese Sorten zu diesem späten Zeitpunkt an.

Diese vier Sorten verbindet ihr Ursprung, sie entstammen alle dem ursprünglichen Jonagold. Gezüchtet in den USA aus ‚Jonathan‘ und ‚Golden Delicious‘ gibt es ihn schon seit 1968 auf dem Markt. Auch in Norddeutschland wurde der Jonagold produziert. Die anderen Varianten des Jonagolds werden jetzt vermehrt angebaut. Sie zeichnen sich optisch durch ihre andere Deckfarbe aus. Jonagored ist rot geflammt, Marnica flächig rot auf gelber Grundfarbe und der Red Jonaprince ist dunkelrot gefärbt. Geschmacklich sind sich die Sorten ähnlich. Sie alle besitzen wenig Säure, festes, dichtes Fruchtfleisch und einen charakteristisch-fruchtigen Geschmack mit schöner Süße. Sie eignen sich als Tafelapfel zum Frischverzehr, sowie zum Kochen und Backen.

Wir wünschen viel Freude und Genuss.

Bio-Obst Augustin

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Sturmflut 1962

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Projekt Generationenwechsel

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Sturmflut 1962

 

Meine Erinnerung an die Sturmflut 1962

Es ist Sonnabend, der 17. Februar 1962.

Es muss schon hell gewesen sein, als ich aufwachte, denn mein erster Gang war zum Fenster. Da sah ich es: der ganze Hof stand voll Wasser. Apfelscheune, Schweinestall, unser Wohnhaus – Wasser, soweit das Auge reichte.

Ich stürmte in die Küche und fragte meine Mutter voller Begeisterung: „Kann Papa mir ein Boot bauen?“ Meine Mutter:“ Wir haben in der letzten Nacht eine Sturmflut gehabt, die Deiche sind gebrochen“.

Gerade fünf Jahre alt geworden, konnte ich die Katastrophe mit über 300 Ertrunkenen, zerstörten Häusern und Tausenden toten Tieren natürlich nicht ermessen.

Für mich und meinen Bruder Heinrich, damals 3 Jahre alt, lief zunächst alles wie gewohnt. Genug zu essen und zu trinken, und an Kälte und Stromausfall kann ich mich gar nicht erinnern. Auch nicht an den Orkan in der Nacht, und dass die Erwachsenen die Lebensmittel aus dem Keller holten.

Jedenfalls war alles interessanter als sonst. Im Keller stand auch das Wasser. Die Rinder standen dicht gedrängt auf einem Tieflader auf der Diele. Unsere Schweine, zirka 5 an der Zahl, mussten aus dem Wasser im Schweinestall geholt werden und dann von der Diele aus auf den Heuboden gehievt werden. Dazu benutzten wir den Heugreifer. Ein gabelähnliches Gerät, was mit einer Seilwinde heruntergelassen wurde, und womit man einen Heuballen per Seilwinde nach oben ziehen konnte.  Das war ein Schauspiel: ein Schwein fand das gar nicht angenehm und zappelte solange in dem Greifer, dass es sich befreien konnte und kurz wieder auf den Boden fiel. Letztendlich waren alle Schweine auf dem Zwischenboden auf frischem Stroh in Sicherheit.

Ich kann nicht mehr erinnern, wie lange wir im Haus geblieben sind. Man konnte sich melden, wenn man evakuiert werden wollte. Mein Vater meldete meine Mutter, die damals das 3. Kind erwartete, meinen Bruder und mich dafür an. Das offene Sturmboot mit 3 Bundeswehrsoldaten fuhr bis ans Kinderzimmerfenster. Dort wurden wir Kinder mit meiner Mutter ins Boot geladen, ebenso meine Tante mit ihren 3 Söhnen, die schon vorsorglich in der Flutnacht zu uns gekommen waren, weil deren Haus zu überfluten drohte, was dann auch passierte. An die Bootsfahrt kann ich mich gut erinnern, wir waren dick eingemummelt. Zunächst passierten wir die Häuser von Neuenfelde, mehr oder weniger unter Wasser, dann 3 Kilometer nur Obstplantagen bis zum nächsten Ort. Irgendwie eintönig und einsam. Wie lange mag die Fahrt von 6 Kilometern wohl gedauert haben? Keine Ahnung. Wir fuhren noch auf das Gehöft meines Onkels, um zu sehen, was los war. Da schrappte das Boot auf einen Gegenstand: es war das Dach des alten Mercedes, der nicht mehr aus dem Wasser ragte. Das heißt, das Wasser stand dort so hoch, dass ein Erwachsener kaum mehr herausgeguckt hätte.

In Jork/Hove angekommen an einer Stelle, die etwas höher liegt, konnten wir das Boot verlassen und den LKW der Bundeswehr besteigen. Nach ca. einer halben Stunde erreichten wir dann den Hof meiner Uroma auf der Geest, dort hatte man schon geahnt, dass wir ankommen würden. Wir wurden so herzlich empfangen und 10 Tage lang bewirtet, dass ich heute noch gerne daran zurückdenke und immer noch, 60 Jahre später, ständigen Kontakt zu meinen Verwandten pflege.

Katrin Augustin

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Projekt Generationenwechsel

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Projekt Generationenwechsel

 

Projekt Generationenwechsel

Familie Augustin lebt in dem über 300 Jahre alten denkmalgeschützten Fachwerkhaus und bewirtschaftet den Hof im Alten Land südlich der Tore Hamburgs. Dierk und Katrin vermarkten schon seit 1990 ihre eigenen Äpfel und Birnen, da waren Bio-Äpfel noch ein Nischenprodukt. 1998 wurde Augustin zu einer Vermarktungsgesellschaft, da sich weitere Obstbaubetriebe angebunden haben.

Jeder weiß, eine Familientradition kann Wert haben, aber genauso Bürde sein.

Katrin Augustin, geb. Quast, erinnert sich noch gut an die Kommentare, als lange kein Kind kam, und dann ein Mädchen, schließlich noch eins – und kein Junge... Die ältere Tochter der Augustins wusste schon früh, dass sie beruflich einen anderen Weg einschlagen wollte. Für Catharina, die jüngere Tochter der Augustins, kam eine Fortführung des Familienbetriebs
schon eher in Frage. Alle Blicke waren nun auf sie gerichtet und sie spürte, welche Bürde und Einschränkungen mit dieser Aufgabe einhergehen würden. Nicht zufällig trieb es Catharina mit Anfang 20 als Backpacker in die weite Welt hinaus, weg von Zwängen und Erwartungen. Freiheit, Weiterentwicklung und frischer Wind um die Nase sind Catharinas Lebenselixier. Genau diese Liebe zu Weiterentwicklung trieb Catharina schließlich zurück zu den Wurzeln.

Es lockte sie die Aufgabe, bei einem Generationenwechsel den wahren Werten Raum zu geben, und mit Zwängen und Altlasten ein für allemal aufzuräumen. Wer Katrin und Dierk kennt, wundert sich nicht. Katrin ist geborene Rebellin für wahre Werte, Natur und Gemeinschaft. Dierk und sein Pioniergeist sind der Zeit seit jeher einen Schritt voraus. Man füge dem Ganzen
eine Prise Bereitschaft für Entwicklung hinzu und, voilá, da ist das Erfolgsrezept für das nötige Durchhaltevermögen, sich dem Koloss zu stellen:

Ein Generationenwechsel, der die Freiheit aller Beteiligten wahrt & Raum schafft für echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Wenn norddeutsche Sturköppe aufeinandertreffen, und jeder genau weiß, was er will, und zwar jeder etwas anderes, dann ächzt es im Gebälk, es wird geschwitzt, es fallen Späne und, ja, auch mal eine Träne, aber die Augustins sind eben wirklich ‚von Natur aus verbunden‘ und da wird nicht Feierabend gemacht, bevor die Ernte reif und eingefahren ist. Catharina hat zur Unterstützung Konrad von Kalckreuth und Hinrich Quast an ihrer Seite, zu dritt stellen sie die ‚Junge Generation‘ dar. Die freuen sich, endlich ‚ihr Ding‘ machen zu können. Doch im Laufe von zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit mit der ‚Alten Generation‘ zeigt sich, dass der Betrieb nur dann volle Kraft voraus bekommt, wenn alle an einem Strang ziehen. So zeichnet sich ab, dass nicht die einen gehen und die anderen ihrs machen, sondern wahre Entwicklung in der gleichwertigen Verbindung aller entsteht. Jede und jeder hat eine Aufgabe, eine Stimme und
gibt Farbe und Geschmack, genau das prägt auch die norddeutschen Äpfel.

Die Äpfel haben besondere Tiefe im Geschmack dadurch, dass sie in dem rauhen klaren Klima des Nordens mit dem frischen Wind der nahen See gereift sind. Wenn Sie einen Augustin-Apfel in der Hand halten und hineinbeißen, werden Sie den frischen Knack und die freie Seele des Landes spüren können, die heute in jedem Apfel steckt.

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Heißwassertauchen

Heißwassertauchen

Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst verkaufen, werden eingelagert. Viele Sorten lassen sich ganz problemlos lagern, andere wiederum neigen dazu Fäulnis zu entwickeln. Meist befinden sich die unsichtbaren Pilzsporen schon bei der Einlagerung auf der Frucht Aber erst in den Lägern, in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, haben die Pilzsporen optimale Bedingungen, um eine Fäulnis hervorzurufen. So können in manchen Partien bis zu 30 % der Äpfel nach der Lagerung von Fäulnis betroffen sein.

 

Eine wirksame Methode gegen Lagerfäulen ist das Heißwassertauchen, bei der die Äpfel für kurze Zeit in heißes Wasser getaucht werden.

Was da physiologisch passiert, weiß man auch noch nicht, aber man glaubt, dass die Äpfel durch die kurze Hitzeeinwirkung Abwehrstoffe bilden, die es den Pilzen erschwert zu infizieren. Bei Augustin werden knapp ein Viertel der Äpfel vor der Einlagerung getaucht. Das sind vor allem Sorten, die besonders anfällig für Lagerfäulen sind, wie zum Beispiel Elstar, Pinova oder Wellant. Je nach Sorte werden sie für 20-30 Sekunden in 56-58 °C heißes Wasser getaucht. In diesem engen Bereich hat man einerseits einen hohen Wirkungsgrad, andererseits aber nicht die Gefahr von Hitzeschäden. Das Resultat ist etwa 80 % weniger Fäulnis nach der Lagerung!

Schon vor hundert Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass kurzes Tauchen der Äpfel in heißes Wasser eine Fäulnis verhindern kann. Dieser Ansatz wurde aber nicht weiter nachverfolgt, als man ab den 1950er Jahren Pflanzenschutzmittel zur Verfügung hatte, die den Pilzbefall massiv reduzierten. Die Entstehung von Resistenzen und die immer größer werdende Bedeutung des Öko-Anbaus, in dem die entsprechenden Wirkstoffe nicht eingesetzt werden, führten dann dazu, dass seit der Jahrtausendwende wieder an alternativen Maßnahmen geforscht wird und das offensichtlich sehr erfolgreich.

Erntefazit

In diesen Tagen fahren die letzten Erntezüge aus den Höfen der Augustin-Obstbauern und markieren damit das Ende der Ernte. Bei meist schönstem Erntewetter konnte eine durchschnittliche Menge Äpfel eingefahren werden, deren äußere Qualität diese Saison nicht ganz so gut ist, wie gewohnt. Der nasse Sommer hat es dem Schorfpilz leicht gemacht zu infizieren und so haben viele Äpfel kleine schwarze Punkte auf der Schale. Diese können aber bedenkenlos mitgegessen werden.

Auf den Bildern seht ihr Dirk Feldmann, der gerade dabei ist Pinova zu ernten.

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Vom Baum in die Kiste

Vom Baum in die Kiste

Fix was los auf den zehn Höfen der Obstbauern von Bio-Obst Augustin, denn mit dem Herbst beginnt die Erntezeit: Im September wurden vor allem Santana, Elstar oder Holsteiner Cox geerntet, zum Monatswechsel ging es dann weiter mit den Sorten aus der Jonagold-Gruppe, Boskoop, Topaz und Wellant bis die Ernte Ende Oktober mit Natyra beendet wird. Noch etwa zwei bis drei Wochen, dann ist der größte Erntestress auf den Höfen der Augustin-Obstbauern vorbei.

Bei der Ernte unterscheiden wir zwischen Genuss- und Lagerreife. Alle Äpfel, die in einem unserer gasdichten Räume gelagert werden sollen, werden ein paar Tage eher geerntet, als die Äpfel, die direkt in euren Bioladen gelangen. Im Lager reifen sie noch ein wenig nach und entwickeln dort erst ihr volles Aroma.

Unsere Äpfel können wir deswegen so lange anbieten, weil wir in den gasdichten Räumen die Atmosphäre selber einstellen können. Eine geringe Temperatur, hohe Luftfeuchtigkeit und ein Sauerstoffgehalt von nur etwa 1 % lassen die Früchte in eine Art Winterschlaf fallen und ihren Alterungsprozess verlangsamen.

Alle bereits genussreifen Äpfel werden bei Augustin direkt nach der Ernte sortiert und abgepackt. In großen Holzkisten werden die Äpfel von den Augustin-Obstbauern angeliefert, bei Bedarf kurz kühl gestellt und anschließend zur Sortiermaschine gefahren. Dort wird dann jede Kiste einzeln in ein Wasserbad getaucht, damit die Äpfel schonend aus den Kisten gelangen.

Von da aus geht es durch das Wasserbad, vorbei am Trockner zur Sortiermaschine. Die Sortiermaschine vermisst die Äpfel und verteilt sie nach unseren Einstellungen auf den Packbändern. Dort stehen unsere Mitarbeiter, die die Endkontrolle vornehmen, schadhafte und schlecht ausgefärbte Äpfel aussortieren, und dann verpackt werden. Übrigens – kein genießbarer Apfel geht bei uns verloren: Die aussortierten Äpfel werden dann beispielsweise zu leckeren Apfelsaft oder Fruchtmus verarbeitet.

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Was ist los in den Augustin-Höfen?

Betriebsbegehungen

Bevor der Erntetrubel im September so richtig los geht, treffen wir uns einmal auf jedem Hof der zehn Augustin-Obstbauern. Es wird über Ausdünnung, Erntemanagement, Kulturpflege und Apfelqualitäten gesprochen.

Auch Probleme werden besprochen: „Warum fehlt es ausgerechnet in diesem Jahr meinen Bäumen an Wachstum?“, stellte letzte Woche einer die Frage. In der Gruppe wurde erörtert, was der Grund sein kann. Die Antwort: der Bodenaustausch, zwei Baumgenerationen zuvor, also etwa 40 Jahre. Die Lösung: weiter mit der regenerativen Landwirtschaft arbeiten und mit effektiven Mikroorganismen den Boden und die Pflanze gesunden lassen.

 

Das sind für alle von uns wertvolle Treffen mit sehr viel Austausch!

 

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Bäume pflanzen im Juni

Bäume pflanzen

Seit letzter Woche werden in einigen Augustin-Höfen Bäume gepflanzt, wie hier bei Familie Mählmann. Ungewöhnlich spät, denn normalerweise pflanzen wir, wenn die Vegetation noch ruht, denn das bedeutet weniger Stress für die Bäume. Durch das regnerische Wetter musste das Pflanzen aber immer weiter Richtung Sommer verschoben werden.

Die Bäume lagen zuvor mehrere Monate in einem kühlen und komplett abgedunkelten Lager, in dem sie klimatischen Bedingungen wie im Januar ausgesetzt waren. Dadurch wurden sie in eine Art Winterschlaf versetzt und trieben nicht aus.

Kommen die Wurzeln nun in Kontakt mit dem feuchten, weichen und warmen Boden, sind für den Baum optimale Bedingungen geschaffen, um in den kommenden Jahrzehnten leckere und gesunde Äpfel zu gedeihen.

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Demeter-Bienen

Bienen

Bienen und Hummeln sind für den Obstanbau essentiell, denn niemand sonst kann so effizient Pollen auf den Obstblüten verteilen. Aber die wenigsten Obstbauern imkern selbst. Stattdessen stellen zur Blüte viele Hobby- und Berufsimker ihre Völker in den Obstanlagen auf und ziehen nach der Apfelblüte in den dann blühenden Raps weiter - ein Arrangement, von dem alle profitieren.

Susanne Clever ist es wichtig Tiere auf ihrem Betrieb zu halten und so zogen im Frühjahr die ersten Bienenvölker in den Hof der Familie. Als Neuling in der Imkerei hält sie ihre Bienen in diesem Jahr noch konventionell und wird im kommenden Jahr auf Demeter umstellen.

Der wesentliche Unterschied zwischen der Demeter-Imkerei und der üblichen Imkerei ist, dass sie sich dem Lebensrhythmus der Bienen völlig unterordnet.

Auf den Bildern seht ihr die grün lasierten Bienenkästen, mit denen Susanne Clever in diesem Jahr die konventionelle Bienenhaltung kennenlernt. Im nächsten Jahr stellt sie diese dann auf Demeter um, wofür sich einiges bei ihr ändern wird:

🐝 Bienen vermehren sich ursprünglich über den Bienenschwarm. Durch Züchtungen wurde der Schwarmtrieb unterdrückt, um den Honigertrag zu maximieren. In Demeter-Imkereien dürfen die Bienen ihren Schwarmtrieb ausleben und werden auch nur so vermehrt.

🐝 Demeter-Bienen bauen ihre Waben selbst und sorgen so für ein harmonisches Verhältnis zwischen Arbeiterinnen und den männlichen Bienen, den Drohnen.

🐝 Demeter-Imkereien nutzen ausschließlich natürliche Materialien für den Bienenkasten, der sogenannten Beute.

🐝 Die Königin darf sich in der Demeter-Beute frei zwischen dem unten liegenden Brut- und dem darüber liegenden Honigraum bewegen. Das kann die Honigernte erschweren, da die Honigwaben nur entnommen werden, wenn die Königin keine Eier darin abgelegt hat. Dafür können die Bienen sich hier aber wesensgerecht entfalten.

 

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April, April, macht was er will

April, April, macht was er will

Der April macht seinem Ruf alle Ehre und schenkt uns an manchen Tagen schon fast sommerliche Temperaturen, an anderen wiederum Schnee und Frost. Das Alte Land liegt unter Normalnull, sodass wir hier bis Mitte Mai mit Spätfrösten rechnen müssen. Derzeit geht es mit großen Schritten auf die Blüte zu. Je weiter die Entwicklung der Blütenknospen voranschreitet, desto frostempfindlicher werden sie und das bedeutet in frühen Jahren wie diesem eine längere Periode, in der die kommende Ernte erfrieren kann. Und das wäre fatal.

Damit die Blüten in kalten Nächten nicht erfrieren, nutzen die Obstbauern eine Frostschutzberegnung, die die Blüten bei Temperaturen bis -7 °C schützen kann. Dabei machen wir uns ein ganz einfaches physikalisches Prinzip zu Nutze: Wenn Wasser gefriert, wird Erstarrungswärme frei.

 

Wenn also in Frostnächten permanent ein feiner Wassernebel auf die Blüten fällt, gefriert und ein Eispanzer um die Blüte bildet, herrscht in dem Panzer eine Temperatur knapp über 0 °C  und schützt damit die Blüte. Das Wasser dafür können wir aus der Elbe über eine Vielzahl von Gräben und Kanälen in extra dafür in den Höfen angelegte Staubecken pumpen.

 

Der ein oder andere wird sich nun vielleicht fragen, warum nicht prophylaktisch beregnet wird. Der Einsatz der Frostschutzberegnung ist eine Gratwanderung: Pro Stunde und Hektar werden etwa 38.000 Liter Wasser ausgebracht, die unser Marschboden wie ein Schwamm für eine Weile gut aufnehmen kann. Jedoch ist auch der nach ein paar Nächten gesättigt. Der  Lebensraum der Bodenlebewesen wäre dann zerstört. Auch erleichtert man Schadpilzen die Infektion, wenn man ihnen ein feuchtes Milieu zur Verfügung stellt. Deshalb muss Nacht für Nacht gründlich abgewägt werden, ob beregnet wird, oder nicht.

 

 

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Winterschnitt

Winterschnitt

Weihnachten ist vorbei und das neue Jahr wurde eingeläutet - Zeit sich auf die neue Saison im Obsthof vorzubereiten. Maschinen müssen repariert werden und der Obstbaumschnitt steht an. Ganz besonders zur Ernte wurden viele Trecker und Anhänger intensiv genutzt, sodass nun einige Reparaturarbeiten gemacht werden müssen, um gut für die kommende Saison gerüstet zu sein.

Unsere Obstanlagen werden zwei Mal im Jahr geschnitten: einmal in den Wintermonaten und erneut im August. Der Sommerschnitt dient dazu, die Äpfel von überflüssigen Zweigen frei zu schneiden, damit diese mehr Licht abbekommen und ihnen mehr Nährstoffe zur Verfügung stehen. Der Winterschnitt dient der Baumformierung.

Abhängig von der Sorte und ihren Wuchseigenschaften wird jeder Baum individuell von Hand geschnitten.

Ein geübtes Auge erkennt schon im Winter, was Blüten- oder Blattknospen sind, an welchen Stellen des Baumes Äpfel guter Qualität wachsen würden und wie das Gerüst des Baumes aussehen muss, um einen hohen Ertrag zu erzielen. Entsprechend wird der Baum dann geschnitten.

Aber warum schneidet man im Winter? Der Schnitt in der kalten Jahreszeit hat den Vorteil, dass der Baum in Ruhe ist. Wäre er es nicht, ist die Gefahr groß, dass er nach dem Schnitt austreiben würde. Im Sommer geht man dieses Risiko erst dann ein, wenn das Wachstum der Triebe abgeschlossen ist. Dies ist meist im August der Fall, ab dem Zeitpunkt konzentriert sich der Baum ganz auf das Wachstum seiner Früchte. Um einen Hektar (das entspricht etwa 2700 Bäume) zu schneiden, benötigt man, abhängig von Sorte und Alter der Anlage, etwa 30-60 Arbeitsstunden. Wochenlange Arbeit, die viel Fachwissen erfordert, aber die Grundlage unseres weiteren Wirtschaftens bildet.

 

 

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